Donnerstag, 24. April 2014

"Wer hat eigentlich gesagt, dass man jeden Tag aufstehen muss?"






Hach was war das für ein wundervoller Tag heute, ich wache auf, die Sonnenstrahlen küssen mein Gesicht und denke mir, wofür brauche ich eigentlich einen Wecker? Ich wache doch eh immer vor ihm auf!
Ein kurzer Blick auf mein Handy und ich stelle mit Erschrecken fest, nicht mein Wecker ist der Loser, sondern ich. Das Handy ist nämlich aus.
Schnell krame ich meine Casio aus dem Schrank - 8:04 Uhr.
Um genau 8:30 Uhr fängt mein wundervoller Kurs "Sozialwissenschaftliche Jugendforschung" an - und zwar ohne mich!

Während ich noch lauthals meinem Handy die Schuld gebe, dass ich verschlafen habe, taumel ich schlaftrunken zum Kühlschrank aus dem mir beim Öffnen ein unangenehmer Geruch entgegen strömt.
Ich klappe das Gefrierfach auf und siehe da, alles aufgetaut.
Die ganzen guten Bio-Gemüsetüten von Aldi gammeln vor sich hin und mit Tränen in den Augen befördere ich sie in den Müll.

Ruck zuck fertig gemacht, meine gute teure Zara-Ledertasche bis zum Erbrechen gefüllt (ja klar, das MacBook passt da auch noch rein), stürme ich die Treppe runter zur Bahn, um nicht auch noch den zweiten Kurs zu verpassen.
In die eine Bahn rein, eine Station fahren, aussteigen und schnell zur nächsten - raaaatsch!
Ich gucke ängstlich an mir herunter und man ahnt es kaum, aber meine Lieblingstasche verabschiedet sich und kotzt den gesamten Inhalt auf den mit Kaugummis beklebten Haltestellenboden.
Knurrend sammel ich meinen Kram zusammen, packe die Tasche, soweit es geht, unter den linken Arm und stackse zur U-Bahn.

An der Uni angekommen stelle ich fest, dass ich bereits 10 Minuten Verspätung habe. Ich renne in den Trakt (23.02) in dem ich denke das der Kurs ist, springe in den Aufzug, fahre in die 2 Etage, stürme raus, stehe vor der Eingangstüre vor den Raum 23.02.22- warte mal, war das nicht 22.02.22 anstatt 23.02.22? Ohne die Türe zu öffnen fahre ich blitzschnell wieder nach unten, irre durch die Gänge.
Where the fuck is 22.02?
Nächster Korridor, Aufzug auf, Aufzug zu, Aufzug auf - nein, hier war ich definitiv noch nie.
Aufzug zu, Aufzug auf - wieder unten.
Ich kram mein Handy raus, will  auf dem winzigem Display rausfinden wo ich verdammt nochmal hin muss, was funktioniert nicht? Mein WLan!

5 Minuten später, WLan klappt, Uniseite läd mühseelig, was steht da? 23.02.22
Koche vor Wut, schwitze mir einen unter der Lederjacke ab, wieder in den ersten Aufzug - 23.02.22. Türe auf, starren sie mich an.
Das sorgfältig überlegte und im Kopf durchgeplante Erzählen des Horror-Szenarios mit gerissener Tasche und Räumen, die ihre Position wechseln wie die Treppen in Hogwarts, endet in einem genuschelten "'tschuldigun'" und ich setze mich beschämt auf meinen Platz.
25 Minuten zu spät, neuer Rekord.

Gegessen habe ich bis jetzt natürlich noch nichts.
Handy raus, Catgang angetextet "Mensa?"
Liza - nein, Nathalia - nein, Sebastian - nein, Rest - keine Antwort.
Na geil, dann geh ich halt alleine, ihr tollen Katzen!

12 Uhr, Magen knurrt - auf zur Mensa.
Portmonee raus, am Mensacard-Aufladeautomaten angestellt, Typ vor mir: Schein rein, Schein raus, Schein rein, Schein raus, es bildet sich langsam eine Schlage.
Mein Magen schreit ihn an: "Trottel, siehst doch dass dein scheiss 10er nicht klappt, hau ab!"
Scheinbar knurrt mein Magen echt laut, denn er verschwindet mit hochrotem Kopf und nun bin ich endlich dran.
Geld rein, Geld raus, Geld rein, Geld raus.
Die Schlage hinter mir wird immer länger.
Ungeduldiges Füßescharren und Raunen wird breit, "Na dann nicht!", fluche ich und gebe auf.
Ich bin dann mal weg.

Heute ist offenbar echt nicht mein Tag.
Wer hat eigentlich gesagt, dass man jeden Tag aufstehen muss?
Meine Mutter sagt in solchen Momenten dann immer, "Heute hättest du im Bett bleiben sollen!"
Welch weise Worte.
Zum Glück hatte ich ja auch nur durchgehend bis 18 Uhr Uni, da ist das ja alles halb so schlimm ;)



Samstag, 8. März 2014

Panama Shopping die Erste



Heute war ich shoppeeeeen.. Das ist an sich nichts besonderes, ich weiß. Jedoch bin ich im Moment in Panama bei meiner Tante zu Besuch und was wäre denn ein Urlaub ohne Shoppingtrip(s)? 

Ich bin also in eines dieser riiiiiiiiiesigen vollklimatisierten Shoppingmalls gegangen. Multiplaza. Und "Multi" war es wirklich. 700 Shops, von kleinen Schrottläden die nur "Plastikklamotten" verkaufen, über ZARA, Forever21, Nike und Chanel, Valentino & Tiffany & Co. Alles dabei. Herrrrlich.
Zeit hatte ich nicht gerade viel. Genau einmal "Wolf of Wallstreet" lang, denn mein Cousin der mich begleiten sollte, verschwand kurzer Hand im Kino. 

Auch wenn der Film Überlange hat und ganze 3 Stunden dauert, bedeutet das nicht, dass das viel Zeit ist. erstmal muss man sich orientieren. Alter Schwede ist hier viel los. Geschafft habe ich es in der kurzen Zeit nur zu Forever21, Shana, Bershka, Pull&Bear, Flormar und in einen süßen kleinen Schuhladen namens Aldo, in dem einfach mal auf alles 50% war. Hier ist nämlich gerade Sonmersale. Haha. SOMMER.

In den meisten Läden platzt dir fast der Kopf, so laut ist hier die Musik. Und nach 3 Stunden Klimaanlage frierst du willst du wenigsten 5 Minuten lang wieder in die brühende Hitze vor der Mall.

Die meisten Läden haben englische Namen, es läuft englische Musik und die Shirts haben alle irgendwelche englischen Wörter aufgebügelt.
 Das jemand, irgendjemand Englisch SPRECHEN kann, ist dabei reines Wunschdenken.
Mit meiner EC Karte zahlen ging natürlich nicht und €uros will hier auch kein Schwein.
Also wollte ich die Sachen zurücklegen lassen, um sie später mit meiner Tante abzuholen, die geiler Weise, aufgrund ihres Jobs, keine Steuern zahlen muss. Dadurch werden die Klamotten, die eh alle billig sind, da die Amis unterwanderten den Dollar hier gelassen haben, ein wahres Schnäppchen. 

Zurücklegen war kein Problem. Unwitziger Weise aber nur für eine Stunde. Haha. Das ist bestimmt der Ausländertarif für Nicht-Panama-Menschen.
Also durfte ich alles wieder zurück hängen und darauf hoffen, dass später, wenn meine Tante von der Arbeit kommt, alles noch da ist. War es zum Glück auch. Naja fast. Außer ein Super geile Elefantenkette bei Forever21. Die Letzte. Grrrr. 

Dies hier ist meine erste kleine, abr feine Ausbeute des heutigen Tages:

Zwei weite Shirts von Forever21 & bershka für zusammen 16$ (ca. 11€)

Ohrringe von Forever21 für 5,80$ (4,10€)
Und die zwei Matt-Nagellacke von flormar für 10$ (ca. 7€)

Die supergeilen Echtleder (!!!) Siefeletten von Aldo haben vorher 150$ (110€) gekostet und waren nun auf die Hälfte Reduziert. (Hach, ich hab so lang nach euch gesucht❤️) 

Dieses wunderbare Kleid mit Lederbustier und Chiffonrock, ebenfalls von Forever21 für sagenhafte 28$ (20€)

Diese wunderwunderwundervollen Blümchenketten von Forever21 für jeweils 6,80$ (4,90€)

Und zu guterletzt dieses tolle Pharrell Williams "Happy" Outfit (den Hut hatte ich schon) wo die karierte Bomberjacke einfach mal nur 9,99$ (7,20€) im Sale bei Pull&Bear gekostet hat

Hach ich liebes es!
Am Montag gibt es dann Part II :-)

Modekrankheit: "Und ich dachte immer, ich sei tolerant."

Elende Laktoseintoleranz, wenn es nach dir gehen würde, dürfte ich gar nichts mehr zu mir nehmen. 
Dann wäre ich vielleicht auch ne Ecke schlanker. 
Seit nun fast 3 Jahren kämpfe ich mit dieser furchtbaren Krankheit. Für mich ist sie so furchtbar, da ich nunmal alles liebe, was im entferntesten mit Laktase zutun hat. Denn es ist eben nicht nur der leckere Käse und die kühle Milch, sondern so unglaublich vieles, was uns gar nicht bewusst ist. 
So zum Beispiel viele Brotsorten, Saucen, Panaden, Kuchen und so weiter. 

Angefangen hat alles im Sommer 2011. Es war gerade Ramadanzeit bei der Familie meines Freundes und ich habe mir den Bauch voll bis oben mit öligen und fettigen Speisen geschlagen, als sich urplötzlich mein Körper meldete. "So und hier ist nun Schluss für Sie Madame." Natürlich habe ich erst das Öl vermutet. Wars aber nicht. 

Na toll. Wer braucht das denn noch? Ich konsultierte Ärzte, nahm irgendwelche Präparate zu mir. No chance! 
"Sie müssen einfach lernen, darauf zu verzichten. Das kann auch nach einiger Zeit wieder vergehen." Ja lustig, der Doc hat gut reden, der hat ja auch keine Mutter die einem eingetrichtert hat "Trink' jeden Tag ein Glas Milch Kind, das ist gut für die Knochen!" Nix da. Ist es nämlich überhaupt nicht.
 Ich habe sogar letztens gelesen, dass es genau das Gegenteil bewirken soll. Und zusätzlich, welches andere Tier trinkt bitte die Milch eines anderen? Keins. Zumindest nicht von Natur aus, falls ihr mir jetzt erzählen wollt, dass die Nachbarskatze die bei euch herumstreunt und auch der Kater aus eurem vergilbten Kinderbuch fromm ihre Milch aus dem Tonschälchen schleckt. Ach ne, aber natürlich ist das nicht. 
Säuglinge okay, aber danach sollte meines Erachtens Schluss sein. 

Nun denn, ich bin also laktoseintolerant. Dabei habe ich mich immer für einen sehr toleranten Menschen gehalten. 
Ich hab doch gar nichts gegen Laktase. Aber sie scheinbar gegen mich. Wie gemein. 
Alleine scheine ich mit dieser "neuen Modekrankheit", wie mein Opa sie nennt, nicht zu sein. Mein Hausarzt hat mir sogar erklärt, dass Laktoseintoleranz etwas ganz natürliches sei. 
In der Verteilung von Norwegen bis Südafrika läuft die Fähigkeit dieses kleine Enzym zu Spalten nämlich von 80% gegen 0. 
Guckt euch mal manche asiatische Länder an. Denen dreht sich bei gewissen Milchspeisen wortwörtlich der Magen um. 

Milch ist auch nicht wirklich das Problem, der Verzicht geht voll klar.
Aber trotz meines "haben sie das auch ohne Käse", kann ich manchmal einfach nicht drauf verzichten. Pizza ohne Käse? Wo sind wir denn? Das ist ja wie Party ohne Musik. 
Also schlemme ich verbotener Weise hin und wieder, also mindestens einmal am Tag, etwas Laktosehaltiges. Gibt schon genug Einschränkungen auf dieser Welt, die Butter lass' ich mir jetzt nicht auch noch vom Brot nehmen!
Cheese out!


Mittwoch, 4. Dezember 2013

Der Sushi-all-you-can-eat-Test

Ozaki Aachen

Ich habe es gewagt! Mein erstes Mal Sushi. Und es war mehr als delicious.
Zu meinem Geburtstag im Juli habe ich unter anderem einen Gutschein für ein neues Sushirestaurant in Aachen bekommen. Ozaki. Da ich mich erst seit meinem letzten Portugalurlaub so richtig an Fisch ran traue, hatte ich Angst, dass die direkte Überdosis in Form von Sushi meiner schüchternen Zuneigung schnell den Gar ausmachen würde. Doch dem war nicht so.
Zusammen mit meinem Freund und meinem Vater schlug ich mir für 11,90€ im Mittags-All-you-can-eat-delirium den Magen bis oben voll.
Auch wenn man unter Mittagstisch oft lieblose Resteküche versteht, nicht so im Ozaki in Aachen.
Die Kellner waren super nett, zum Nachtisch gab es Sesameis und auch wenn es mittags nicht die ganze Speisekarte zu bestellen gibt, wir waren pappsatt und glücklich.
Begeisterung war gar kein Ausdruck. Der Sushiwahn packte mich und ich ging die nächsten Wochen immer wieder dort essen.
Leider hatte ich diesmal das pure "Lass uns in der Mittagspause Sushi essen"-Paket gebucht und prompt war der Laden so rappelvoll.
Auch wenn es gekonnt gelöst war, dass man die Bestellung per Zettel einträgt (pro Person 5 Bestellungen pro Runde, wer nicht aufisst muss Strafe zahlen) und diesen dann an den Kellner weiterreicht, der dies wiederum in der Küche abgibt.
Es war nur so voll, dass der Service mega ins Rudern kam und ich tatsächlich 40 Min auf die zweite Runde warten musste. Als ich dies jedoch einem der Kellner mitteilte, entschuldigte dieser sich aufrichtig und sagte mir, dass er von nun an persönlich drauf achten würde, dass ich meine Sachen in einer erträglichen Zeit bekommen würde. Gesagt, getan. Von da an bekam ich mein Essen schneller als mir lieb war.
Alles in Allem kann man wirklich nicht meckern. Das Essen war trotz des Zeitdrucks liebevoll zubereitet und schmeckte vorzüglich.

Okinii Düsseldorf

Ich würde diesen Post nicht verfassen, wenn es nicht einen trivialen Grund dafür gäbe, er lautet "Copy & Paste".
Ich staunte nicht schlecht, als es vergangenen Donnerstag auf unserem Teamevent auf der Arbeit zum vielgehypten Sushirestaurant Okinii ging und ich plötzlich ein Déjà-Vu hatte.
Außer die New York-artige Schlange vor dem Restaurant um kurz vor Sechs (es öffnete erst um 18 Uhr), die einem das aufregende mulmige Gefühl gab, man stünde in einer Warteschlange vor einem hippen Szeneclub in Manhattan, mit dem komischen Gefühl im Magen, man könnte eventuell nicht reinkommen, entpuppte sich der Laden als Pendant zu dem in Aachen.
Das Ambiente, die Deko, das Logo, die Teller, das Prinzip - alles gleich 8außer vielleicht die ein oder andere Speise).
Ich hatte vorher von einigen meiner Freunde gehört, dass Okinii einfach der absolute Hammer sei. All-you-can-eat Sushi auf hohem Niveau. Hierbei handelt es sich um eine All-you-can-eat-Kette die in mehreren Städten in NRW ihre Läden aufgemacht hat.
"18 Uhr, 14 Personen?", fragte der Kellner. "Gut, dann haben Sie bis 20:30 Uhr zeit. Wie bitte? 14 Mann sollen sich in dem brechend vollen Laden (der aber nicht gestresst voll, sondern angenehm überfüllt war) in 2 1/2 Stunden das Essen reinpfeifen oder was?
Wir setzten uns an unseren Tisch, glänzende Augen.
Vor uns, für jeden Tisch á 4 Personen ein iPad. Kurze Einweisung vom Kellner, dann gings los.
Kaum hatten wir die Bestellung abgeschickt (mein hungriger Körper grummelte schon pessimistisch), kam das erste Tablett um die Ecke mit den ersten Sushirollen.
Mein Magen und ich sichtlich glücklich, entschuldigten sich im Stillen für alle Zweifel.
Ich hatte mir erstmal Sachen bestellt, die es in Aachen auch gibt, um vergleich zu können. Sie schmeckten beinah identisch, nur die Art der Zubereitung war teilweise etwas, unliebsam wäre viel zu hart an dieser Stelle, nennen wir es mal anders.
Die Sachen vom Grill brauchten natürlich etwas länger, dafür schmeckte der Lachs dafür um so köstlicher und die englischen Fragen meiner Arbeitskolleginnen wurden professionell und sicher beantwortet.
Beim Nasepudern fiel mir allerdings auf, dass zwei Toiletten sicherlich viel zu wenig für die blasenschwache Damenwelt darstellten, dass sei Ihnen aber verziehen.
Bezahlt wurde pro Person 24,90€ für das Abendmenü, was somit ganze 3€ teuerer ist als das Abendmenü in Aachen (ähnlich verhält es sich mit dem Mittagsmenü der beiden Restaurants), Düsseldorf eben.

Mein Fazit lautet wie folgt, wer die Wahl hat, hat die Qual, die Läden sind beide klasse geführt, bieten für mich als Sushilaien und Vielesser das perfekte Angebot wobei ich nichts dagegen hab, als arme Studentin die ich bin, zu sparen.
Beide Restaurants lohnen sich definitiv für Sushiliebhaber, aber auch genauso für die die es einfach nur mal ausprobieren wollen, da es neben dem Sushi auch noch leckere Sachen vom Grill, Suppen, Salate und Nachspeisen gibt.
Ich würde vielleicht im direkten Vergleich das Aachener Restaurant ein stückweit bevorzugen, da es dort zwar etwas chaotischer, dafür aber "familiärer" und vielleicht auch einen Tick leckerer zugeht.
Probiert es doch einfach selbst mal aus, ich wette es wird euch gefallen!














  • Ozaki Sushi & Grill         Okinii Düsseldorf










  • Adresse: Blondelstraße 11, 52062 Aachen                   Adresse: Immermannstr. 35, 40210 Düsseldorf

  • Telefon:0241 95783506                                             Telefon: 0211 16099580








    forgetberlin